( Pressemitteilung als pdf-Datei )
Der Entdecker der Borrelien, Dr. Dr. h.c. mult. Willy Burgdorfer, zu Gast
beim diesjährigen Symposium der DBG in Tabarz
Die Deutsche Borreliose Gesellschaft, die in diesem Jahr auf ihr fünfjähriges Bestehen zurückblickt, veranstaltet vom 20. bis 22. März in Tabarz in Thüringen ihr mit hochkarätigen Wissenschaftlern besetztes jährliches Symposium.
Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung ist der Besuch von Dr. Dr. h.c. mult. Willy Burgdorfer aus den USA. Der 1925 in Basel in der Schweiz geborene medizinische Entomologe Burgdorfer enteckte 1981 in USA in Zecken das gefährliche und nach ihm benannte Bakterium Borrelia Burgdorferi, Die DBG verlieh Burgdorfer im vergangenen Jahr die Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft. Trotz seines hohen Alters wird er jetzt nach Deutschland kommen und in Tabarz über seine Erfahrungen mit dem Erreger berichten.
Neben Burgdorfer kommen noch weitere international bekannte Wissenschaftler in das Tagungshotel ”Am Burgholz“ in Tabarz im Thüringer Wald wie der Altpräsident der International Lyme and Associated Diseases Society (ILADS) Dr. Raphael Stricker aus San Francisco. Die ILADS hat wie die Deutsche Borreliose Gesellschaft als Zielsetzung die Verbesserung von Diagnostik und Therapie der auch bei uns weit verbreiteten Borreliose; bis zu dreißig Prozent der bei uns lebenden Zecken gelten als mit dem Erreger infiziert und die mit mannigfaltigen Symptomen verbundene Erkrankung kann - wenn sie nicht sofort ausreichend therapiert wird - zu schweren chronischen Leiden führen. Ein weiterer Höhepunkt der Tagung wird sicher auch der Vortrag von Prof. Dr. Reinhard Wallich aus Heidelberg, der als erster einen Impfstoff gegen Borreliose entwickelt hat.
Die DBG ist aus einem losen Zusammenschluß von Wissenschaftlern, Ärzten und Patienten hervorgegangen. Zu dem für Gäste offenen Symposium in Tabarz werden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Mediziner, aber auch Vertreter von Patientenorganisationen erwartet. Dank des reichhaltigen Vortragsprogramms, das auch reichlich Zeit für Diskussionen vorsieht, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele Anregungen für die Behandlung ihrer Patienten, aber auch für ihre weitere wissenschaftliche Arbeit mit nach Hause nehmen können.