Borreliose-Gesellschaft e.V.

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Biologische Immuntherapie bei Patienten mit chronischer Borreliose
- Chancen und Grenzen

Dr. med. Nicole Gerling
Fachärztin für Allgemeinmedizin in Grünwald

Gegenstand des Vortrages ist eine ambulant durchgeführte Anwendungsbeobachtung in einer Schwerpunktpraxis für Biologische Immuntherapie. Ziel der Untersuchung sollte sein, die Wirksamkeit der definierten Biologischen Immuntherapie im Hinblick auf eine Steigerung der Leistungsfähigkeit zu überprüfen.

Behandelt wurden Patienten mit chronischer Borreliose, häufig mit Koinfektionen (u.a. mit Chlamydia pneumoniae, Yersinien, Ehrlichien, Bartonella, Mycoplasmen; Coxsackie- und Ebstein-Barr-Virus).

Die Beschwerdbild war multisymptomatisch und reichte von Gelenk- und Muskelschmerzen, Verdauungsstörungen und anderen Bauchbeschwerden, Hautveränderungen sowie Beschwerden anderer Organe wie Lunge, Herz und Leber bis hin zu einer erhöhten Infektanfälligkeit mit rezidivierenden Sinu-Bronchitiden, Fieber, Lymphknotenschwellungen und Harnwegsinfekten.
Dominierend und allen Patienten gemeinsam waren eine deutliche Leistungsminderung, verbunden mit mit einem quälenden Erschöpfungsgefühl.

An der Anwendungsbeobachtung nahmen insgesamt 46 Patienten in zwei Gruppen teil. Neben der Befragung nach der individuellen Leistungsfähigkeit wurden in der ersten Gruppe die SOD (Superoxiddismutase) im Serum und in der zweiten Gruppe das intrazelluläre ATP (Adenosyltriphosphat intrazellulär) bestimmt.
Über einen Zeitraum von 7 bis 10 Wochen erhielt jeder Patient die Biologische Immuntherapie. Diese bestand wöchentlich aus einer Transfusion von Sauerstoff angereichertem Eigenblut. Während der gleichen Sitzung bekam der Patient 250 ml einer Ringer – Infusionslösung mit Komplexhomöopathika zur Entgiftung (Lymphomyosot N, Solidago virgaurea Injeel forte, Nux vomica-Injeel forte S) oder alternativ vitalisierende Komplexhomöopathika (Hepeel N, Tonico Injeel, Solidago virgaurea Injeel, Cerebrum). Abschließend wurden 7.5 Gramm Vitamin C infundiert. Alle Patienten erhielten zusätzlich einen komplexhomöopathischen Katalysator oder alternativ 2 Ampullen Ubichinon und 2 Ampullen Coenzym Q.

Nach 7- bzw. 10- wöchiger Therapiedauer erfolgte wiederum die Befragung nach der Leistungsfähigkeit und die Bestimmung der SOD bzw des ATPi.

Zum Zeitpunkt der Datenerhebung gab es insgesamt 7 Patienten, die aus der Anwendungs-beobachtung herausfielen, weitere 5 Patienten hatten die Therapie noch nicht beendet.

33 von den auswertbaren 34 Patienten zeigten eine deutliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Bei 13 von 13 Patienten in der SOD-Gruppe wurde ein Anstieg der SOD und bei 8/15 Patienten in der ATP – Gruppe eine deutliche Zunahme der intrazellulären ATP-Werte beobachtet

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass durch die eingesetzte Biologische Immuntherapie eine deutliche Steigerung der Leistungsfähigkeit zu erreichen war. Diese positive Wirkung war umso größer, je stärker die vorher bestehende Erschöpfung der Patienten war.