Die Deutsche Borreliose-Gesellschaft (DBG) ist eine fächerübergreifende medizinische Gesellschaft. Ihre Mitglieder sind Wissenschaftler und Ärzte, die sich mit der Lyme-Borreliose und assoziierten Infektionskrankheiten befassen. Ihre Ziele sind
- der fachliche Austausch zwischen Forschung, Klinik und Praxis,
- die umfassende, aktuelle Information und Fortbildung über das komplizierte, vielfältige Krankheitsgeschehen der Lyme-Borreliose,
- die Förderung der Wissenschaft und Forschung, um das Verständnis, die Diagnostik und Therapie dieser weitverbreiteten Krankheit voranzubringen,
- und die Schaffung eines stärkeren Problembewusstsein in der Öffentlichkeit und Politik.
Aktuelles
In
der Sendung „Zecken-Borreliose“, die am 3. und 5. Mai 2012 im
Programm von ARTE ausgestrahlt worden ist, werden
Tatsachenbehauptungen über die Deutsche Borreliose-Gesellschaft e.
V., über deren Mitgliederzusammensetzung, über deren Aufgaben und
über die von ihr erstellten Leitlinien zur Diagnostik und Therapie
der Lyme-Borreliose aufgestellt, die nachprüfbar unwahr sind. Dazu wurde eine Gegendarstellung verfasst. Die Deutsche Borreliose-Gesellschaft lädt zur Tagung am 13. Oktober in Wuppertal ein, in der die im Film angerissene Thematik im MIttelpunkt der Diskussion steht.
Fortbildungsveranstaltung und Workshop "Untypische Borreliose-Fälle und Differentialdiagnosen"
13.-14. Oktober 2012, Wuppertal
10. Jahresversammlung
12.-14. April 2013, Hamburg
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
Pressemitteilung 13.03.2012
Nr. 37/12
Huber: Bayern will Meldepflicht für Borreliose
Bayern geht bei der Bekämpfung der Lyme-Borreliose neue Wege: Um
die Zahl der an der durch Zecken übertragenen Infektionskrankheit
erkrankten Menschen genau zu erfassen, soll in Bayern erstmals eine
ärztliche Meldepflicht eingeführt werden. "Der Klimawandel könnte dazu
führen, dass sich die Lebensbedingungen für Zecken verbessern und die
Borreliose in Bayern zunimmt", sagte Gesundheitsminister Dr. Marcel
Huber. "Im Interesse der Gesundheit unserer Bürger brauchen wir daher
verlässliche Daten über die Borreliose. Außerdem wollen wir die Ärzte
für diese Erkrankung sensibilisieren." Bislang existieren in Deutschland
keine genauen Zahlen über die Anzahl der Borreliose-Infektionen, da
diese nicht zu den meldepflichtigen Erkrankungen des
Bundesinfektionsschutzgesetzes gehören. Nach Hochrechnungen erkranken in
Bayern jährlich rund 10.000 Menschen, deutschlandweit sind es 60.000
bis 100.000.
Parallel soll die Einführung der Meldepflicht mit einem in
Deutschland einmaligen Forschungsvorhaben, dem Aufbau eines bayernweiten
Ärztenetzwerks, durch das Landesamt für Gesundheit und
Lebensmittelsicherheit wissenschaftlich begleitet werden. Das
Gesundheitsministerium fördert das Projekt mit rund 60.000 Euro. "Die
Bayerische Staatsregierung nimmt die Borrelioseerkrankung sehr ernst",
betonte Huber. "Das Gesundheitsministerium hat in den vergangenen fünf
Jahren zahlreiche Forschungs- und Aufklärungsprojekte mit insgesamt mehr
als 150.000 Euro gefördert." Bereits 2008 wurde das Nationale
Referenzzentrum für Borrelien im Öffentlichen Gesundheitsdienst Bayern
angesiedelt, dessen Schwerpunktaufgaben wissenschaftliche Forschung,
Öffentlichkeitsarbeit und Beratung von Fachkreisen sind.
Die Lyme-Borreliose ist in unseren Breiten die häufigste durch
Zecken übertragene Infektionskrankheit. Sie kommt überall dort vor, wo
es Schildzecken (gemeiner Holzbock) gibt. In Bayern ist etwa jede vierte
Zecke mit Lyme-Borrelien infiziert. Eine Impfung gibt es nicht. Erstes
Anzeichen einer Infektion ist die sogenannte "Wanderröte", eine
kreisförmige Rötung um die Einstichstelle, die meist nach ein bis drei
Wochen auftritt und sich kreisförmig ausbreitet. Bei Auftreten der
"Wanderröte" sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, denn: Frühzeitig
erkannt, lässt sich die Krankheit mit Antibiotika gut behandeln.
Unerkannte oder zu spät mit Antibiotika behandelte Infektionen können
weitere Erkrankungen an Nervensystem, Herz, Gelenken und Haut
hervorrufen.

| Verleihung des DBG Dissertationspreises am 9. April 2011 an Dr. Marcus Thein und Dr. Iván Bárcena-Uribarri auf der Jahrestagung der Deutschen Borreliose-Gesellschaft. (Foto: Ute Fischer)
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